
Es gibt nur eine Straße in München, in der nur zwei Farben, die keine sind, dominieren: Schwarz und Weiß. Damit sind nicht die Scharen verhüllter Schönheiten aus den Emiraten gemeint, die in den Sommermonaten die Straße bevölkern, Hotelzimmer in Wüstenzelte verzaubern und mit wieder gesundeten und schwer beladenen Männern in weißer Tracht in ferne Länder entschwinden. Sondern die eilfertigen Bediensteten, die in traditioneller Manier der betuchten Kundschaft zuvorkommend und kenntnisreich das richtige Accessoire zum neuen Haute-Couture-Outfit zuflüstern. Man kennt sich, man ist unter sich, meist wohnhaft in Starnberg oder Bogenhausen und trifft sich zum Shoppen in der Maximilianstraße.
Beginnend am prächtigen Max-Joseph-Platz mit Nationaltheater und Residenz spaziert man vorbei an Edelboutiquen in Richtung des Museums für Völkerkunde. Dort endet die Flaniermeile. Die Straße führt jedoch weiter über die Isar bis zum Maximilianeum, ursprünglich eine Ausbildungsstätte für begabte bayerische Jungen, heute Sitz des Bayerischen Landtags. Berühmtester Stipendiat war der Physiknobelpreisträger Werner Heisenberg. Gestaltet hat die Prachtstraße Friedrich Bürklein auf Wunsch von König Maximilian II.
Meist aus den Tiefen der Operngarage kommend flaniert man vorbei an Luxusboutiquen, Juwelieren, Kunstgalerien und exklusiven Antiquitätenläden. Ihre Namen lesen sich wie das Who’s Who internationaler Designer. Die Läden gleichen sich, sind groß und überschaubar mit musikalischer Untermalung, die zum Kauf animieren soll. Der Frisör heißt hier Coiffeur, bringt es schon mal bis in die Bundeszentrale und nach Hollywood und das zu Preisen, wie sie auch auf der Düsseldorfer Kö gezahlt werden. Neu hinzugekommen sind 2003 die Maximilianhöfe und mit ihnen weitere Designerlabels.
Unterbrochen wird die Perlenschnur auf der einen Seite durch die fünf Sterne des Grand Hotel Kempinski Vierjahreszeiten. Auf der anderen Seite durch die Kammerspiele, die seit 1911 in einem von Richard Riemerschmid geschaffenen Jugendstiltheater residieren.
Lohnenswert ist ein Abstecher in die Tangenten Residenz- und Theatinerstraße. Auch hier präsentiert sich München in seiner exklusiven Shoppingvielfalt. Die Fünf Höfe bieten nicht nur weitere Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch Kunstgenuss pur in der Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung. Ein Ort zum Innehalten ist hier „Schumann’s Tagesbar“ oder das „Emporio Armani Caffé“.
Was hören und finden anspruchsvolle Damen und Herren in der Luxusmeile? Die Ware ist durchweg: dezent und doch auffallend, in hochwertigen Stoffmaterialien, vorwiegend in den Farben Weiß und Schwarz von Top-Designer. Erlesene Accessoires optimieren das perfekte Outfit, Juwelenkreationen runden ab.
Wo Luxus und Dekadenz wohnen, fehlen auch Orte der Muße und des sich Findens nicht. Sehen und Gesehen werden heißt das Motto, so im „Brenner“, ein Lokal mit „Erlebnis-Gastronomie“, wie im „Café Roma“. Dort hält man sich mit oder ohne Iris Berben, der erfolgreichen Besitzerin, mit dem neuesten Tratsch auf dem Laufenden und gibt sich dem "dolce vita far niente" hin.
von Karin Nagl
Ein Service von Frederics serviced apartments - Boardinghaus München Schwabing und Boardinghaus München Gern - Wohnen auf Zeit in München

Der Balance-Akt zwischen Kunst und Kommerz ist den Initiatoren und Architekten der Fünf Höfe in München bestens gelungen. In exponierter Lage zwischen der Theatiner-, Maffei-, Kardinal-Faulhaber- und Salvatorstraße gelegen, findet der Besucher exzellente Shopping-Erlebnisse, Kulinarisches und eben Kunst. Denn mittendrin befindet sich die Hypo-Kunsthalle, die mit international bedeutenden Ausstellungen glänzt.
In den Tagescafes und Restaurants wird der Shopper zwischen den einzelnen Einkaufstrips bestens verköstigt. Die dort getankte Kraft wird für die vielen interessanten Geschäfte durchaus benötigt. So sind in den Fünf Höfen internationale Designer ebenso zu finden wie der wohl bekannteste Münchner Buchhändler und ein klassischer Supermarkt.
Von den frederics Serviced Apartments am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen – die Haltestellen Marienplatz oder Odeonsplatz sind nur einen Katzensprung entfernt.