
Der Club und der Christkindlsmarkt, Albrecht Dürer und die mächtige Kaiserburg, der Norisring und die bestens erhaltene und restaurierte Altstadt – Attribute einer Stadt, die über Jahrhunderte eine wichtige Rolle in Deutschland spielt. Die größte Stadt in Franken, genauer in Mittelfranken, hat ihren ganz speziellen Charme, den es zu entdecken gilt. Ein ausgiebiger Stadtbummel lässt den Besucher an manchen Ecken in eine fast schon vergessene Zeit zurückkehren, die bis ins Mittelalter reichende Architektur macht dies möglich.
Von den Frederics Serviced Apartments ist Nürnberg in etwas mehr als einer Stunde auf der seit 2006 neu ausgebauten ICE-Strecke zu erreichen. Der Hauptbahnhof liegt mitten in der Stadt und von dort aus sind alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß bestens zu erkunden. Gleich gegenüber dem Bahnhof beginnt der historische Stadtrundgang am Königstor. Über die Königstraße führt der Weg vorbei an der Klarakirche hin zur Lorenzkirche, die nach ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg nach mittelalterlichem Vorbild wieder aufgebaut wurde.
Hinunter zur Pegnitz, die von der Museumsbrücke überspannt wird, geht es weiter bis zu einem der berühmtesten Plätze Nürnbergs. Der Hauptmarkt mit der Frauenkirche ist die Bühne des weltbekannten Christkindlmarktes. Wenn in der Adventszeit die Buden geöffnet haben und die weihnachtlichen Düfte die Luft schwängern, sieht man leuchtende Kinderaugen und fühlt sich ein wenig an die eigene Kindheit erinnert, als Weihnachten tatsächlich noch ein Fest war, auf das man sich über Wochen richtig freuen konnte.
Vom Hauptmarkt geht es vorbei am Albrecht-Dürer-Haus, das einen Besuch wert ist, Richtung Kaiserburg. 1998 eröffnete das Haus mit einer neuen Konzeption, die das Leben und Werk Albrecht Dürers darstellt. Die Multivision "Albertus Durer Noricus" und die lebendige Malerwerkstatt führen in das Werk Dürers ein; die Ehefrau Agnes führt durch das Haus und zeigt einen Künstlerhaushalt der Renaissance.
Die Kaiserburg war Schauplatz der meisten Reichs- und Hoftage im Mittelalter. Sämtliche Kaiser des Heiligen Römischen Reichs von 1050 bis 1571 hielten sich hier auf. Der stattliche Baukomplex gliedert sich in drei Teile und kann ausgiebig besichtigt werden. Besonders beeindruckend ist der Tiefe Brunnen, mit seinem Wasserspiegel in 47 Metern Tiefe, der bei Belagerungen die einzige Trinkwasserversorgung darstellte.
Der Rückweg sollte durch die Weißgerbergasse führen, in der 20 historische Häuser den Krieg unversehrt überstanden haben. Die Straße mit den schmalen Objekten und den Fachwerken bringt einem die Vorstellung näher, wie mittelalterliche Altstadtstraßen ausgesehen haben. Der Henkerssteg über die Pegnitz führt zu dem ehemaligen Wohnsitz des Henkers, der abgesondert von den Bürgern der Stadt leben musste, da dieser als unehrlich galt. 1954 wurde der Steg rekonstruiert.
Wenn noch ein wenig Zeit übrig ist, können je nach Lust und Laune, Abstecher in das Germanische Museum oder das Verkehrsmuseum unternommen werden. Das Germanische Museum befindet sich in der Altstadt in der Kartäusergasse, das Verkehrsmuseum, oder auch DB Museum in der Lessingstraße unweit des Hauptbahnhofs.
Von Dietmar Stanka
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