Der stadtnahe Westen Münchens beginnt bereits auf der Schwanthaler Höhe oberhalb der Theresienwiese. Das Westend, früher Standort der Münchner Messe, wurde nach dem Umzug derselben enorm aufgewertet. Innerhalb kürzester Zeit entstanden auf einem Teil des ehemaligen Messegeländes 1.800 Wohnungen und ein modernes Geschäftsviertel. In den denkmalgeschützten Jugendstilhallen der alten Messe wurde im Mai 2003 das Verkehrszentrum des Deutschen Museums eröffnet. In der Außenstelle ist eine Ausstellung zum Thema Stadtverkehr, Reisen und Technik untergebracht, die mit wunderschönen Exponaten glänzt.
Sendling, bestehend aus Ober- und Untersendling beginnt südlich vom Westend und zieht sich am Westufer der Isar entlang bis Thalkirchen und oberhalb davon bis Solln und Fürstenried. Die westliche Begrenzung stellt Laim dar. Sendling war eines der Dörfer, die bereits lange vor der Stadtgründung Münchens existierten. Einer der wirtschaftlichen Mittelpunkte dieses Stadtteils ist die Großmarkthalle an der Thalkirchner Straße. 1912 gegründet, schlagen die Markthallen 140 Warengattungen aus 83 Ländern im Wert von über 750 Millionen Euro jährlich um. Hinzu kommen 65 Gartenbau-Erzeugerbetriebe, 45 Blumenhändler und 15 Großhandelsfirmen sonstiger Branchen. 270 Import- und Großhandelsfirmen versorgen dabei fünf Millionen Menschen.
Ein weiterer wichtiger und neben BMW einer der größten Arbeitgeber Münchens ist in der Hofmannstraße in Obersendling beheimatet: Die Siemens AG. Die grüne Lunge der drei Stadteile stellt der Westpark dar. Dank der Internationalen Gartenbauausstellung 1983 wurde vom Landschaftsarchitekten Peter Kluska eine Landschaft inszeniert, die an die Voralpen erinnert. Ein großer See, mehrere kleine Teiche und Wanderwege locken viele Besucher an. Für eine Stärkung sorgen zwei Biergärten und zwei Cafés. Im Sommer finden auf der Seebühne kulturelle Veranstaltungen sowie Open-Air-Kino-Vorführungen statt. Im Westen des 720.000 m² großen Geländes ist der Ferne Osten zu Gast: Ein Ensemble mit Chinesischem Garten, Japan-Garten, Thai-Skala sowie Nepalesischer Pagode beeindruckt auf eine ganz spezielle Weise.
Mal so richtig Gas geben, übrigens mit Gas angetriebenen Go-Karts, ist im Kart-Palast in der Hansastraße angesagt. 600 m Rennstrecke, die unter anderem über zwei Brücken und durch zwei Tunnels führt, sind jeden Tag von 10 bis 1 Uhr geöffnet. Die Villa Flora, ein Restaurant mit gemütlicher Bar und großem Biergarten steht in der Hansastraße als Inbegriff für kulinarische Köstlichkeiten.
Einen Klassiker der Münchner Kinolandschaft stellt das Rex in Laim dar. Im selben Objekt ist auch das über die Laimer Grenzen hinaus bekannte „Laimers“ zuhause. Das traditionelle Wirtshaus mit gemütlichem Biergarten offeriert eine bayrische Küche zu zivilen Preisen. Laim entstand laut ersten urkundlichen Erwähnungen zwischen 1047 und 1053, der sehenswerten Pfarrkirche St. Ulrich in der Agnes-Bernauer-Straße wurde zu dieser Zeit der Grundstein gelegt.
Insgesamt 25 Straßen, unter anderem die Agricola-, Byecher- und Lanzstraße wurden zu Ehren von Münchner Geiseln benannt, die im 30-jährigen Krieg die Stadt München an die Schweden überstellt hat, um einer Zerstörung zu entgehen. Erst nach drei Jahren Haft wurden die Münchner wieder entlassen.
Von Dietmar Stanka
Lage: S1 -8 Laim
Highlights: Bistro No. 2 - Laim's legendäre Musikkneipe
Fürstenriederstraße 5, 80687 München
Telefon 089 580 66 77. www.bistro-no2.de
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