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MUC – das Kürzel für den internationalen Flugverkehr

MUC - Flughafen München

Manch einer behauptet ja, dass München keinen Flughafen mehr habe,

... weil doch die Städte Freising und Erding viel näher lägen. Nun, das mag geographisch stimmen. Die Besitzverhältnisse sagen aber etwas anderes aus: So ist die Stadt München mit 23, der Freistaat Bayern mit 51 und der deutsche Staat mit 26 Prozent als Gesellschafter beteiligt.


Der 1992 in Betrieb genommene Großflughafen trat die Nachfolge des altehrwürdigen Flughafens in München-Riem an, der nicht nur in die Jahre gekommen war, sondern durch die unmittelbare Stadtnähe ein Sicherheitsrisiko darstellte.

Hochmodern und großzügig präsentiert sich der Münchner Airport und er braucht keinerlei internationale Vergleiche zu scheuen.

Die besten Beweise liefern die Wahlen zum besten Flughafen Europas in den Jahren 2005, 2006 sowie 2007. Bei dem alljährlich vergebenen „Worlds Best Airport Award“ landete der Münchner Flughafen in der weltweiten Betrachtung hinter Hongkong, Singapur und Seoul 2007 auf dem hervorragenden vierten Platz.

Lange hat es gedauert, bis das Projekt im Erdinger Moos realisiert wurde. Viele Gegner boykottierten mit verschiedenen Maßnahmen den Bau des ehrgeizigen Großprojekts, das bereits Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre geplant wurde. Mittlerweile ist der Flughafen nicht mehr wegzudenken, transportiert er doch jährlich über 30 Millionen Passagiere und rund 225.000 Tonnen Luftfracht.

Modernste Architektur in den Innen- und Außenbereichen sowie helle und lichtdurchflutete Konstruktionen prägen den großzügig angelegten Flughafen. Im Zentralbereich können Fluggäste ausgiebig in den vielen Geschäften stöbern und einkaufen. Das Einkaufszentrum wird mittlerweile auch gerne von den Anwohnern rund um den Flughafen bis hinein nach München und hinaus nach Landshut genutzt. Die Geschäfte haben über die normalen Zeiten hinaus geöffnet und der Supermarkt (mit normalen Preisen) auch am Sonntag, sodass Lücken im Kühlschrank problemlos schnell gefüllt werden können.

Nicht nur für Planespotter ist der Besucherhügel mit Besucherpark geeignet. Liebevoll restaurierte Flugzeuge vergangener Zeit und ein ausgedienter Rettungs-Hubschrauber des ADAC sind dort zu bewundern. Die alte „Tante Ju“, eine Junkers Ju 52 aus dem Jahr 1937, eine Douglas DC-3 aus dem Jahr 1946 sowie eine Lockheed L-1049 G Super Constellation der Lufthansa sind jeden Tag von 9.30 – 17.00 Uhr für einen Euro per Münzeinwurf zu besichtigen. Eine Minigolfanlage und ein Spielplatz runden das Angebot zusammen mit dem Restaurant Ikarus ab.

Apropos Restaurant – das Airbräu im Zentralbereich lockt nicht nur mit unanständig niedrigen Bierpreisen, die Halbe kostet 2,10 Euro, die Maß also gerade mal 4,20 Euro (zum Vergleich: die Wiesn-Maß liegt bei knapp 8 Euro), sondern von September bis Juni auch jeden Donnerstagabend mit Live-Bands und Eintritt for free! Die Speisen sind bayerisch rustikal und für Flughafen-Verhältnisse erstaunlich günstig. Von den Frederics Serviced Apartments erreicht man den Flughafen am besten mit der S8 oder der S1. Da schmeckt dann die ein oder andere Halbe ungefiltertes Bier im Airbräu noch besser.

Von Dietmar Stanka


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Dienstag, 22.05.2012
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