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Das Hofbräuhaus - eine Münchner Institution

Hofbräuhaus in München
Hofbräuhaus in München

„In München steht ein Hofbräuhaus, oans zwoa, gsuffa…“ Nicht nur mit diesem Liedtext ist das mitten in der Stadt befindliche Hofbräuhaus weltbekannt geworden.

Und das Lied könnte mit einigen Worten ergänzt werden, denn neben dem Original am Platzl betreibt die Brauerei seit einigen Jahren eine fast perfekte Kopie in Las Vegas, schräg gegenüber vom Hard Rock Hotel.


Wir wollen aber in München bleiben und auf die Tradition des Hofbräuhauses eingehen. Eine Anmerkung sei noch erlaubt: Im letzten Jahr erzielte das Hofbräuhaus bei der ZDF-Sendung „ Unsere Besten - Lieblingsorte Deutschlands“ den hervorragenden siebten Platz! Dazu Uli Hoeness, bekannt als Manager des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München: „Da geht es lustig zu, es ist aber sehr gesittet“. Und er lobt die gute Küche im Hofbräuhaus: „Was ich sehr gerne esse, einen guten Schweinsbraten mit einer schönen Kruste und einem Semmelknödel mit einer schönen Soße, Krautsalat dazu, oder einen Leberkäs, frisch gemacht, mit Kartoffelgurkensalat, immer die frische Breze dazu“.


Kurioses am Rande, früher gab es zwei Hofbräuhäuser, das erste wurde von Herzog Wilhelm V. 1589 gegründet und existierte bis 1808. Herzog Maximilian I. errichtete nur wenige Schritte davon 1607 sein herzogliches Weißbierbrauhaus und schuf damit das historische Fundament für das heutige Hofbräuhaus. Mit eines der Erfolgsgeheimnisse dieser gastlichen Stätte mit dem wunderschönen Biergarten ist die Weißwurst. Diese Münchner Delikatesse wurde am Faschingssonntag 1857 von einem Metzger in der Nachbarschaft aus der Taufe gehoben und wird mit süßem Senf traditionell „gezuzelt“, also aus der Haut gesaugt. Bereits morgens um 4 Uhr beginnt die Produktion hausgemachter Weißwürste, damit bei der Öffnung um 9 Uhr die ersten Gäste mit den wohlschmeckenden Würsten versorgt werden können.
Stammgäste und Stammtische – auch hier setzt sich eine Tradition fort, die vermeintlich schon mal als ausgestorben galt. Über 100 Stammtische (!) treffen sich in der Schwemme, dem Teil des Hofbräuhauses, in dem früher noch das Bier gebraut wurde. Heutzutage besitzt Hofbräu eine der modernsten Brauanlagen der Welt, vor den Toren der Stadt, ganz in der Nähe der Messe München im Osten zwischen Riem und Feldkirchen.

"Ein Münchner im Himmel"

Zurück zu den Stammgästen, von denen es einer in den Himmel und, man höre und staune, es sogar wieder zurück geschafft hat. Die Rede ist vom fleißigen Dienstmann Alois Hingerl und seiner Geschichte vom „Münchner im Himmel“. Als er eines Tages ob seiner permanenten Hetze dahingerafft wurde und von den Engeln in den Himmel getragen wurde, störte er dort oben alsbald den himmlischen Frieden. Er grantelte solange, bis sich der liebe Gott erbarmte und ihn mit einer Mission für die bayerische Regierung zu einem Ausflug in seine alte Heimat entsandte. Doch kaum atmete der Engel Aloisius wieder Münchner Luft, vergaß er seinen göttlichen Auftrag und flog schnurstracks ins Hofbräuhaus. Dort fand er endlich seinen Seelenfrieden und genießt seitdem eine Maß Bier um die andere. Die bayerische Staatsregierung jedoch wartet bis heute vergeblich auf göttliche Eingebung.

Ob dem immer noch so ist, mag jeder sehen, wie er mag, in jedem Fall lohnt ein Besuch dieser Gaststätte und von den Frederics Serviced Apartments ist dies ein leichtes: U- und S-Bahn fahren bis zum Marienplatz und von dort sind es nur wenige Gehminuten zu dieser weltbekannten Lokalität, deren Bier bei einem Großbrand des Nationaltheaters 1823 dieselbe aus Mangel an Löschwasser vor der völligen Zerstörung bewahrt hat.

Von Dietmar Stanka
Bilder Pressematerial Hofbräuhaus


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Dienstag, 7.09.2010
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Kontakt


Hofbräuhaus
Platzl 9
80331 München

Telefon 089 29 01 36-0

Öffnungszeiten:
09.00 - 23.30 Uhr