
Im Münchner Tierpark Hellabrunn kann es dem Besucher in den Wintermonaten durchaus passieren, dass sich zwischen den Besuchern Königspinguine tummeln. Die arktischen Bewohner dürfen nämlich einmal am Tag, kühle Witterung vorausgesetzt, aus ihrem Gehege und zusammen mit ihrem Pfleger durch den 1911 gegründeten Tierpark watscheln. Hellabrunn hat aber noch mehr zu bieten, so zum Beispiel eine Großvoliere auf einer Fläche von 5.000 m² und einer lichten Höhe von 18 Metern, die von einem feinmaschigen Edelstahlgewebe überspannt ist.
Die Lage des Tierparks lässt keine Wünsche offen: Eingebettet in den Isarauen ist der baumreiche Park eine Attraktion für Groß und Klein. Deswegen empfiehlt sich die Anreise von den Frederics Serviced Apartments gerade am Wochenende mit der U3 zur Haltestelle Thalkirchen, da die Parkplätze schon früh überfüllt sind. Von dort sind es nur wenige Gehminuten über die Tierparkbrücke zum Eingang des Zoos.
Nachdem die 9 Euro Eintritt (Kinder: 4,50 Euro) bezahlt sind – jeder Cent ist es übrigens wert – befindet sich gleich rechts ein Streichelzoo mit Damhirschen, Zwergziegen und Ostpreußischen Skudden, die mit besonders kalorienarmen Rohfaser-Futter gefüttert werden dürfen.
Besonders stolz ist der Münchner Tierpark auf seine Zuchterfolge. So erblickten allein im Jahr 2007 unter anderem ein Jaguar, ein Mantelpavian, ein Wisent und drei kalifornische Seelöwen das Licht der Welt. Die Tiere scheinen sich also in ihrer Umgebung wohl zu fühlen, was kein Wunder ist, wurde doch die Anlage schon bei der Gründung als Geo-Zoo konzipiert. So leben die animalischen Einwohner, ihrer geographischen Herkunft entsprechend, in komplexen Gemeinschaftshaltungen und somit möglichst artgerecht.
Zucht und Nachzucht schrieb sich Hellabrunn schon früh auf die Fahne. Bereits in den 30er Jahren erlangte Hellabrunn seinen Weltruf durch die Erhaltungszucht des Wisent und des Przewalski-Urwildpferdes. Zwei Arten die noch heute im Park zu sehen sind und einen Blick in die Vergangenheit längst ausgestorbener Tiere werfen.
Für die Besucher ist der Tierpark Hellabrunn eine Wohltat. Bedingt durch großzügige Grabensysteme und einer natürlichen Landschaftsgestaltung ist man mit den Tieren oftmals praktisch auf einer Ebene. Die freie Sicht ist ein Genuss und so vergehen die Stunden des Besuchs wie im Flug.
Investitionen in die Zukunft sind in Hellabrunn wegweisend: Neben der bereits erwähnten Voliere, die 1981 fertig gestellt wurde, sind im Tierpark das vom Architektur-Büro Kochta 1995 erbaute Dschungelzelt mit Löwe, Jaguar und weiteren Wildkatzen, das 1997 eröffnete Schildkrötenhaus und das 2000 entstandene Urwaldhaus zu bewundern. In diesem Urwaldhaus leben Schimpansen und Gorillas auf natürlichem Substrat.
Orang-Utans dürfen seit 2007 in einem neuen Gehege leben. In diesem sorgen Schwingseile im Innen- und vielfältige Klettermöglichkeiten im Außenbereich für Freizeitspaß und dem natürlichen Drang nach Bewegung. Weitere vielfältige Angebote für Kinder und Erwachsene sind im Internet unter www.tierpark-hellabrunn.de zu finden.
Von Dietmar Stanka
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