
Berchtesgaden, Königssee und Jenner – untrennbar verbunden und eine der landschaftlich schönsten Ecken der deutschen Alpenlandschaft, eingebettet in den Nationalpark Berchtesgaden. „Aufi mecht i und net brodeln, aufi mecht i und ob´n jodln“, sang Wolfgang Ambros und meinte damit den Watzmann mit seinen gefürchteten Gipfelaufstiegen. Wir wollen auch hinauf, aber erstens nicht so hoch und zweitens in ein sehr familienfreundliches und gemütliches Wintersportgebiet, das viel Abwechslung bietet.
Rund 34 km Piste sind kein Rekordwert, dafür ist das Berchtesgadener Land ideal für Einsteiger und am Jenner dürften sich auch Könner bei der 5,6 km langen Talabfahrt nicht ganz leicht tun. So ist für jeden etwas geboten und auch außerhalb des alpinen Skisports ist die östlichste Ecke der bayerischen Alpen ein wahres Winterwunderland.
Schorsch Hackl, Weltmeister und Olympiasieger hat in Schönau am Königssee seine Karriere als Rodler begonnen und wen es so richtig juckt, darf sich als Beifahrer in einen Bob oder auf einen Rennrodel setzen und voller Mut den Eiskanal hinunterjagen. Naturrodelbahnen finden sich übrigens in jeder der fünf Gemeinden. Mehr zu Rodelbahnen in den Alpen verrät ein separater Artikel im Frederics Guide Munich.
Auf 75 Loipen-Kilometer verteilen sich die Fans der schmalen Bretter, Winterwanderer und Nordic Walker dürfen sich auf 145 km bestens geräumte Wege freuen. Für die Kleinen wird bestens in den drei Skikindergärten gesorgt, die am Hochschwarzeck, am Gutshof Obersalzberg und am Roßfeld zu finden sind.
Auf dem Obersalzberg befindet sich das 2005 eröffnete Intercontinental Hotel, das neben einem großen Wellnessbereich auch eine edle Küche mit mediterranen Einflüssen sowie hochwertige Weine offeriert. Urgemütliche bayerische Küche mit den traditionellen Gerichten wie Krustenhaxe, Wildbret und Schweinsbraten werden unter anderem im Goldenen Bären in Berchtesgaden, im Brennerbräu in Bischofswiesen und im Waldhauser Bräu in Schönau serviert. Letztgenannte Gastwirtschaft dürfte so manchen aus der ZDF-Serie „Tierarzt Dr. Engel“ bekannt vorkommen, wurde dort doch so manche Halbe von der Darstellern getrunken.
Zurück zu den wintersportlichen Aktivitäten: Götschen, Jenner, Roßfeld, Hochschwarzeck und der Gutshof Obersalzberg bilden die fünf Möglichkeiten mit Skiern oder Snowboards die Hänge herunterzuflitzen. Auch abends sind die Lifte teilweise geöffnet und wer einmal auf einer mit Flutlicht beleuchteten Piste gefahren ist, wird dieses tolle Erlebnis nicht mehr missen wollen.
Die bereits erwähnte Talabfahrt vom Jenner ist auch in schneearmen Wintern machbar, die Beschneiungsanlage macht es möglich. Wer seine Skier nicht benutzen möchte, kann mit seinem persönlichen Chauffeur vom Gipfel ins Tal schweben: Das Parataxi transportiert seine Passagiere, gekrönt mit einem traumhaften Bergpanorama, abwärts.
Und dort angekommen, startet im Jenner-Kaser die Après-Ski-Runde. Ein paar Meter weiter wird auch in der kleinen Seealm so mancher Feigling geköpft und wer dann immer noch nicht genug hat, findet in Berchtesgaden oder Schönau eine Diskothek zum Abtanzen bis in den frühen Morgen.
Von Dietmar Stanka
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