
Durch die olympischen Winterspiele im Jahr 1936 erlangte der Markt Garmisch-Partenkirchen Weltruhm. Und mit dem einzigen Gletscher-Skigebiet Deutschlands auf der Zugspitze sind die Wintersportler auch in schneearmen Wintern in ihrem Element. Aber nicht nur auf der Zugspitze lassen sich die weißen Freuden gut ausleben, vom Alpspitzgebiet und dem Kreuzeck bis hin zu Hausberg und Eckbauer sind 59 Pistenkilometer zu erkunden. Darüber hinaus ist auch die österreichische Seite der Zugspitze mit den Orten Ehrwald und Lermoos erwähnenswert.
Die Lage von Garmisch und Partenkirchen, die beiden Märkte wurden erst am 1.1.1935 zu einer Marktgemeinde zusammengeführt, ist wegen der hochalpinen Kulisse nur als traumhaft zu bezeichnen. Bereits 1926 tummelten sich im Hexenkessel die ersten Skiläufer und am Zugspitzplatt startete die erste offizielle Skisaison 1949.
Für Snowboarder sowie Ski- und Snowboardanfänger ist die Zugspitze das ideale Terrain. Im Funpark mit Halfpipe und Tiefschneevarianten sind die Cracks der Boarderszene unter sich, während auf den breiten und bestens präparierten Pisten die ersten Schwünge unternommen werden können. Besondere Highlights für die Snowboarder-Szene sind der Riffelriss mit 650 Höhenmetern und einer Länge von 5 Kilometern die längste Abfahrt und das Tunnelfenster, der absolute Knaller bei Tiefschnee. Beide Abfahrten sind nur mit der Zahnradbahn und über spezielle Haltestellen erreichbar.
Die Kandahar-Abfahrt (3700 Meter lang mit einem Höhenunterschied von 940 Metern) ist international als eine der härtesten Strecken im Skiabfahrtslauf und Super-G bekannt. Diese anspruchsvolle Piste ist die einzige in Deutschland mit der so genannten Weltcup-Lizenz, will heißen, dass in Garmisch-Partenkirchen jedes Jahr der Skizirkus der FIS zu Gast ist. 2011 ist die Marktgemeinde und Kreisstadt Gastgeber der Skiweltmeisterschaften. Christian Neureuther jubelte nach der Entscheidung mit den Worten: Das war mein Rennen“ und seine Frau Rosi Mittermeier erwiderte freudestrahlend: „Jetzt geht es aufwärts mit dem Skisport in Deutschland – perfekt!“
57 Kilometer gespurte Loipen locken jedes Jahr auch die nordischen Skifans ins Werdenfelser Land, die anspruchsvollen führen Richtung Krün und Kaltenbrunn. Die faszinierende Partnach-Klamm ist ein Paradies für Winterwanderer. Die Klamm in der Nähe des Skistadions, in dem Ende 2007 die neue Skisprungschanze eingeweiht wird, ist nur während der Schneeschmelze geschlossen. Tourengeher haben den Wank entdeckt, auf dem aus Naturschutzgründen die Skilifte geschlossen wurden. 1.100 Höhenmeter sind eine Herausforderung und nach einer Rast im Wankhaus wird die Abfahrt zum krönenden Erlebnis.
Vorbei an Grainau, dem Zugspitzdorf am Eibsee, ist nach ein paar Kilometern Ehrwald, Lermoos und Biberwier in Tirol erreicht. Mit einem Angebot von 55 Prozent leicht befahrbarer Pisten ist diese Ecke perfekt für Familien und Anfänger geeignet. Die Tiroler Zugspitzbahn bedient auch Deutschlands höchsten Berg und die auf praktisch allen Skipisten installierten Beschneiungsanlagen garantieren höchste Schneesicherheit.
Garmisch-Partenkirchen ist ein ganzjährig heiß begehrtes Ziel, daher empfiehlt sich von den Frederics Serviced Apartments durchaus die Anreise mit der Deutschen Bahn.
Von Dietmar Stanka
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